„Memetik“ und die Viren des Geistes

Was ist ein Mem

Ein Mem ist eine Gedankeneinheit, die sich vervielfältigen (reproduzieren) lässt und auf diesem Weg ihre Existenz (als (Replikator) sichert.Das heißt, dass das Mem auch aktuell reproduziert wird, also mindestens einmal zu einem gegebenen Zeitpunkt vorhanden ist.

Bei der Reproduktion übernimmt ein Anderer einen bestimmten Gedanken, der entsprechend dessen persönlichen Erfahrungs- und Erkenntnisrahmens angepasst wird. Die sprachliche Gestaltung ist dabei nicht wesentlich. Deshalb wäre es besser, von einer Vorstellungseinheit zu sprechen.

Es kann sich beispielsweise auch um eine Tonfolge handeln (dadadadaaa ? Beginn der 5. Sinfonie Beethovens).

Nach Dawkins ist die Replizierbarkeit entscheidend. Beispielsweise sei der Begriff ?Mem? selbst ein Mem, während die drei Buchstaben bzw. Laute ?M?, ?e? und ?m?, aus denen er besteht, keine Meme sind, sofern man sie nicht in ihrer Buchstabeneigenschaft betrachtet.

Beispiele zu Memen (Gedankeneinheit/Ideen):
  • 9/11 war eine verschwörung der Bush Regierung.
  • Die Prophezeiung von Celestine (Änderung des Bewustseins)
  • Convers All Star (Schuhe)
  • u.s.w
  • Meme können gut oder schlecht sein
    Beispiel: Die Evolutionstherorie ist auch ein Mem, diese gedankeneinheit haben viele Menschen übernommen. Je so mehr sie übernommen haben desto stärker wird Sie und lässt andere Meme über dieses Thema nicht mehr oder nur schwer zu. Das blockiert uns für andere Ansichten.

    Meme können sowohl unser Bewusstsein einengen (?Das war schon immer so.? oder ?Kann man halt nix machen? oder ?Alle Werber sind Lügner?), d.h. Vorurteile bilden, die unser Denken uns Handeln entsprechend blockieren. (Wenn wir Personengruppen allgemein als doof einstufen, werden wir sie meiden, uns nicht mit ihnen austauschen und somit uns selbst neue Meme, also Informationen verwehren).

    Meme können aber unser Bewusstsein auch erweitern, in dem wir den Mempool entsprechend vergrößern und Tabus, Vorurteile, Konditionierungen etc. entsprechend aus dem Weg gehen oder sie bewusst aushebeln, um unseren Input und damit gleichzeitig unseren kreativen Output zu steigern.

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